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"Hvem drepte Yohanna?"
"Kurzkrimi" aus glomdalen.no vom 2. April 2012
Deutsche Übersetzung von Jürgen Rütten
Wer tötete Yohanna?
Foto: Turi Marte Brandt Anerud
"Es ist über vier Tage her, dass jemand Yohanna zuletzt sah", schreibt Turi Marte Brandt Anerud in Peppers Osterkrimi.
Turi Marte Brandt Anerud
Veröffentlicht am 02.04 2012 um 07.04 Uhr, aktualisiert am 07.04.2012 um 14:59 Uhr.
Der ESC-Star Yohanna zog erst kürzlich nach Kongsvinger um mehr Publicity für unsere kleine Stadt zu schaffen. Neubürger-Anwerber Dag Arnesen sprach über die große Freude, sie hierhin zu bekommen. Sie und ihr Freund leben in einem Haus im kleinen Granli. Aber jetzt sind mehr als vier Tage vergangen, seit sie das letzte Mal beim Konzert in der "Scene U" am Mittwoch, 21. März gesehen wurde und seitdem ist sie spurlos verschwunden.
Weißt Du, wer Yohanna getötet hat? Beachte die Debatte unter dem Artikel!
Am Montag, den 26. März finden einige Straßenarbeiter von SIVA einen weißen, leblosen Körper im Svartfossen. Es ist Yohanna. Rechtmediziner ermitteln den Todeszeitpunkt auf Mittwoch, 21.40 Uhr nach dem sie ein Konzert gab. Wahrscheinlich fiel sie von einer Brücke in den Glomma. Sie finden keine Spuren auf ihrem Körper, keine Hinweise auf Selbstverteidigung, nur Reste von Haut unter ihren Fingernägeln. Diejenigen, die den Fall bearbeiten, schließen auf einem tragischen Selbstmord.

Ich war auf einer Party an dem Freitag nachdem Yohanna tot im Glomma gefunden wurde. Einige kommen auf mich zu, und sagen, dass sie einen Tipp für mich als Zeitungsmann haben. Die Leute unterscheiden nicht immer, ob man in der Pepper-Redaktion oder in der Hauptredaktion arbeitet, wenn es um heiße Tipps geht, vor allem nicht auf Partys.

-"Sie, Yohanna, sie wohnte in Granli. Ich habe gehört, dass sie und Levi Henriksen nicht das beste Verhältnis hatten. Einige haben die beiden an der Kreuzung in Gangli streiten hören. Ich würde den Kerl überprüfen", sagte der Betreffende. Das weckte meine Neugier. Ich beschloss ein wenig in den Dingen herumzuschnüffeln, die von den meisten, wie es scheint, schlicht übersehen worden waren. Warum musste Yohanna sterben?

Tags darauf stattet ich Levi Henriksen einen Besuch ab. Levi bestätigt den Streit mit Yohanna, der an der Kreuzung von Granli beobachtet worden war. Er ist sichtlich verärgert.

-"Ich kann diese Frau nicht ausstehen! ICH bin es, der der Künstler von Granli sein sollte. Ich war es, der einen Song schrieb, der Nummer zwei im israelischen Grand Prix wurde, ich sollte für ein halbes Jahr mietfrei wohnen, nicht diese Tussie aus Island. Sie kann nicht einfach herkommen und MEINEN Promi-Status übernehmen. Ich bin froh, dass wir sie los sind." Levi streicht sich gereizt durch das Haar.

 - "Oh, was denn?" sage ich überrascht. Es sei sehr verdächtig, dass er einen solchen Gewinn darin findet, dass Yohanna tot ist. Levi fixiert mich, er sieht an mir vorbei, holt tief Luft und ruft aus:

-"Ja! Dass sie endlich verschwunden ist! Ich habe sie seit dem Konzert in "Scene U" nicht mehr gesehen. Ich schlich bis spät in der Nacht um ihr Haus, sie ein wenig zu erschrecken, aber sie ist nicht nach Hause gekommen.Aber ich hätte es auch so geschafft, sie zu verscheuchen" lächelt er zufrieden. Levi wusste nicht, dass Yohanna tot ist. Oder es ist einfach nur eine gut durchdachte Geschichte? Er ist sehr gut darin, solche zu erfinden. Ich bedanke mich bei ihm.

Am Montag rufe ich bei "Scene U" an und erfahre, dass sie die Veranstaltung um 21.30 Uhr verlassen hat, alleine. Etwas sagt mir, dass ich ein Gespräch mit Eivind Lid, Chefredakteur von "Glomdalen", führen sollte. Es ist so merkwürdig, dass sich noch nichts über den Tod von Yohanna in der Zeitung finden lässt. Ich tauche in seinem Büro bei "Glomdalen" auf.

-"Warum finde ich nichts darüber in der Zeitung, dass Yohanna tot aufgefunden worden ist, Eivind?"

-"Das ist so bei Selbstmordfällen! Wir schreiben nie darüber, siehe die "Sei vorsichtig"-Plakate. Das kann einen Domino-Effekt mit sich bringen. Aber es ist schon fast traurig ... dass es kein Mordfall ist, meine ich. Wäre eine großartige Sache für die Zeitung geworden. Ein Mensch tot, ein anderer Mensch schuldig und all die Sachen, weißt Du." Eivind sieht müde aus und hantiert an seinem Mobiltelefon herum, während er redet. Offensichtlich sehr beschäftigt. Ich kenne die "Sei vorsichtig"-Plakate, und ich weiß, dass es nicht so streng genommen wird. Zeitungen können auch über Selbstmorde schreiben, aber sie schreiben nicht über die Methode.

-"Wo warst Du, als Yohanna getötet wurde?"

-"Ich machte Überstunden am Mittwoch, ich muss kurz nach 21.45 Uhr über die Brücke gegangen sein, sollte eigentlich früher gehen. Aber ich hatte mein Handy vergessen und musste umkehren", sagte er. Niemand kann das wackelige Alibi von Eivind bezeugen, er war ganz allein und ich finde es sehr verdächtig, dass diese Sache noch nicht in Druck gegangen ist. Ich bedanke mich und gehe den Flur hinunter, als ich Eivind am Telefon sprechen höre. Ich schleiche vorsichtig zurück.

»Kannst Du nicht mal die Sache mit dem Bürgermeister abchecken? Er hat offenbar unsere Yohanna ein wenig angebaggert auf dem "Scene U"-Konzert. Tja, manche nehmen sich das heraus was sie kriegen können.«
.... weiter zur >2.Teil<
LEVI HENRIKSEN: Der lokale Künstler und Autor ärgerte sich über die Tatsache, dass Yohanna nach Granli zog. Die beiden sollen sich  an der Kreuzung in Granli  heftig gestritten haben.
EIVIND LID: Chefredakteur von Glåmdalen, die den Tod von Yohanna nicht erwähnt hat. Wirklich nur, weil es scheinbare Selbstmord war?
ØYSTEIN ØSTGAARD: Dem Bürger-meister der Stadt wird nachgesagt, Yohanna angegrabst zu haben, und hat Angst, dass Glåmdalen seine Entgleisung beim Konzert in "Scene U" aufdecken wird.
KJELL-ROGER RINGSTAD: Der Mitarbeiter der Gemeinde ist Yohannas heimlicher Geliebte und brach völlig zusammen, als er die Todesbotschaft erhielt.
DAG ARNESEN: Von Beginn an hat der Neubürger-Anwerber an dem Projekt,  Yohanna in die Stadt zu holen, mitgearbeitet und kannte sie persönlich.
DAVIÐ SIGURGEIRSSON: Der Freund von Yohanna hat von Anfang an gewusst, dass sie einen heimlichen Geliebten hat, und schnüffelte in SMS-Nachrichten zwischen Yohanna und Kjell-Roger herum.
...mal 'ne völlig andere, skurille, makabre aber auch recht amüsante Geschichte zu Ostern ;o)
Da der Autor kein Norwegisch spricht, ist es möglich, dass sich in diese Übersetzung Fehler eingeschlichen haben! Über eine Korrektur würden wir uns riesig freuen! Einfach Mail schicken - Danke!
© 2010-2013 Team Yohanna/Jürgen Rütten
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